Am Freitag, den 09. Oktober 2026 fand in Berlin ein Treffen von Delegierten der LAUSITZRUNDE mit dem Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider, statt. 

Ganz oben auf der Tagesordnung der Lausitzer stand das Thema „Wasserhaushalt der Spree nach dem Braukohleausstieg“.
Im Ergebnis des Gesprächs, an dem seitens des BMUKN auch Dr. Christine Wilcken, Abteilungsleiterin für „Wasserwirtschaft, Gewässer- und Meeresschutz“ teilnahm, war man sich einig, dass der Wasserhaushalt der Spree angesichts Bedeutung für die Länder Sachsen, Brandenburg und Berlin mindestens eine koordinierende Rolle des Bundes erfordere, die dieser auch anstrebe.
Derzeit fänden bereits Sondierungsgespräche mit den Ländern statt, um eine Ausgestaltung dieser Koordination zu klären, so Dr. Christine Wilcken.

Insbesondere die Diskussion über notwendige Infrastruktur, etwa die Erweiterung der bisherigen Wasserspeicher oder auch denkbare Überleitungssysteme sollte in Sondierungsgesprächen mit den Ländern zügig geführt werden.
Der Bundesumweltminister betonte, dass sich der Bund seiner Mitverantwortung für das Thema Wasser bewusst sei und sich auch u.a. mit diesem Treffen zu dieser Aufgabe bekenne.
Er bekräftigte zudem das Engagement seines Hauses für den Klimaschutz.
Zur finanziellen Verantwortung des Bundes für die Lasten des Braunkohleausstiegs in puncto Wasserdargebot blieb der Minister zurückhaltend. Dies wäre eine Angelegenheit für den kommenden Koalitionsvertrag.
Die LAUSITZRUNDE bedankte sich für die deutliche Verbesserung der Zusammenarbeit beim Thema Wasser mit dem BMUKN.

Des Weiteren bat die LAUSITZRUNDE bei dem Treffen um wohlwollende Unterstützung des Bundesumweltministers bei der Beschleunigung von Genehmigungsprozessen für die vier deutschen Net Zero Valley -Initiativen.
Das kommunale Bündnis schlug u.a. eine Verbesserung der bisher versäumten, strukturellen Einbindung des Ministeriums in die Umsetzung der bundesdeutschen Net Zero Valleys vor.

Beim Thema Ausbau der Erneuerbaren Energien sprach man über die unterschiedlichen regionalen und bundespolitischen Hürden bei der Umsetzung von kommunalen Projekten. 
Die Umstellung von Kohleverstromung auf eine umfangreiche Produktion von grüner Energie für Industriestandorte und Kommunen ist grundlegende Voraussetzung für ein Gelingen des Strukturwandelprozesses der Lausitz.
Hierbei unterstrich Carsten Schneider, dass das BMUKN eine Balance zwischen Umweltschutz und schneller Umsetzung anstrebe und bereits viele Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung auf den Weg gebracht habe. Auch müsse man gegebenenfalls perspektivisch Struktur und Effizienz der Verteilnetzbetreiber betrachten.
Der Bundeminister dankte in diesem Zusammenhang für das das Engagement der Mitglieder der LAUSITZRUNDE für die Energiewende und bestärkte die Delegation, sich im Bemühen um den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht entmutigen zu lassen.
Abschließend unterstrich Carsten Schneider sein Wohlwollen gegenüber dem kommunalen Bündnis, und dass diesem in dem von ihm geführten Ministerium stets alle Türen offen stünden.

Die LAUSITZRUNDE wurde bei dem Gespräch vertreten durch Bürgermeister Fred Mahro (Stadt Guben), Oberbürgermeisterin Katja Dietrich (Stadt Weißwasser), Bürgermeister Ralf Brehmer (Gemeinde Rietschen), Bürgermeister Andreas Pfeiffer (Stadt Senftenberg), Stephan Böttcher (Fachbereich Umwelt und Natur - Stadt Cottbus) und Dr. Klaus-Peter Schulze (ehem. MdB und Leiter der AG Wasser der LAUSITZRUNDE)